RB nimmt Revanche für Pokalniederlage

RB Obere Treene lässt sich auch von DGF Flensborg nicht stoppen

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Am Ende konnte auch DGF Flensborg den großen Favoriten RB Obere Treene nicht ärgern. Die Gäste aus Tarp gewannen mit 4:2 (2:0) im Idraetsparken.

Flensburg – Im Kreispokal im Juli konnte DGF Flensborg RB Obere Treene den Fusionsstart noch vermasseln und aus dem Wettbewerb kegeln. In der Liga aber bleibt die Elf von Trainer Sandro Holland das Maß aller Dinge. Vor 120 Zuschauern im Idraetsparken holte RB den zwölften Sieg im zwölften Spiel. „Sie haben uns im Pokal einen mächtigen Dämpfer verpasst. Wir hatten mit DGF noch eine Rechnung offen“, sagte RB-Trainer Holland. 

Einmal mehr leitete Ex-Regionalligaspieler Nico Empen den Sieg der Rot-Blauen ein, als er bereits nach neun Minuten zur Gästeführung traf. Zuvor konnte er Kilian Witt mit einem Tiefenlauf täuschen, ließ sich aber fallen und bekam einen Pass perfekt in den Lauf gespielt, so dass er locker ins lange Eck abschließen konnte. Auch in der 27. Minute war es wieder Empen, der mit dem Rücken zum Tor aus 18 Metern zunächst den Ball annehmen konnte, sich drehte und den Ball in den rechten Winkel beförderte. „Die erste halbe Stunde ging klar an RB, da die Mannschaft unsere Taktik überhaupt nicht umsetzen konnte“, stellte DGF-Trainer Jens Fischer nach einer halben Stunde dann um. „Wir standen zwar tief, aber kamen überhaupt nicht in die Zweikämpfe und ins Umschaltspiel. RB zeigte früh seine individuelle Klasse. Nach der Umstellung kamen wir fortan immer besser ins Spiel und vor allem zu Abschlüssen.“

DGF Flensborg kommt besser ins Spiel

Aber auch RB Obere Treene blieb gefährlich, so hätte Empen fünf Minuten vor der Pause nach einer Großchance noch auf 3:0 für die Gäste erhöhen müssen, scheiterte aber am starken Marcel Carstensen, der den Ball noch an den Pfosten lenken konnte. 
„Wir haben den Ball gut laufen gelassen und schöne Tore gemacht“, lobte Sandro Holland, speziell die ersten 30 Minuten. 
Die beste DGF-Chance hatte Torge Nissen, der kurz vor dem Pausenpfiff nach einem Freistoß von Marten Henke aus dem Halbfeld heraus aus acht Metern frei vorm Tor Keeper Lenny Rolfs anschoss. Es wäre der nicht unverdiente Anschlusstreffer gewesen. 

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DGF Flensborg – Rot Blau Obere Treene (07.10.2023)

Nach der Pause konnte DGF an die gute Schlussphase der ersten Hälfte anschließen und kam in der 63. Minute dann doch noch durch die Kombination Henke/Nissen nach Freistoß zum Torerfolg. 
„Wir wollten auch an die ersten 30 Minuten anknüpfen. Der Plan ging nicht auf“, musste Sandro Holland eingestehen. „Es ging so weiter, wie in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit. Da sind wir nicht zufrieden. Nach dem 2:1 wird es stressig, es gab enge Szenen in der Defensive. In der Offensive haben wir unsere Chancen nicht zu Ende gespielt.“ 

André Flieder trifft mit dem ersten Ballkontakt

Auch die Schlussphase war dann noch einmal torreich. Zunächst stellte RB den Zwei-Tore-Vorsprung in der 83. Minute durch einen Sonntagsschuss von Lars Jürgensen wieder her, der nach einem Abpraller aus 20 Metern per Volleyschuss in den rechten Winkel traf. „Da haben wir dann eigentlich Ruhe“, doch DGF ging „All In“, stellte Kilian Witt in den Sturm und brachte mit André Flieder noch einen weiteren Stürmer. Und Fischers Trainerkollege enttäuschte ihn wieder nicht. Kaum auf dem Feld traf er direkt mit seinem ersten Ballkontakt nach Freistoß von Marten Henke zum 2:3 Anschluss (86.). „Wir haben es unnötig spannend gemacht“, ärgerte sich Sandro Holland. „DGF hat es ordentlich gemacht und wäre das Spiel noch 30 Minuten so weitergegangen, wäre das Ergebnis vielleicht nicht so positiv für uns ausgefallen.“

Zu holen gab es allerdings nichts mehr für DGF, denn in der 89. Minute ließ Empen erneut seine Klasse aufblitzen. Nachdem zunächst Lars Ole Puttins drei Gegenspieler auf engsten Raum stehen ließ, kam der Ball auf Empen, der wiederum seinen Gegenspieler aussteigen ließ und dann den Ball neben den rechten Innenpfosten setzte. Keine Chance für Carstensen. „Das ist schon gut, was er so macht“, lobt Holland seinen Sturm-Star. „Aber man muss auch sagen, dass er nur so viele Tore schießen kann, weil seine Hinter- und Nebenleute ihn in Szene setzen.“ 

„Um RB zu schlagen braucht man den perfekten Tag“

„Insgesamt haben wir ein sehr gutes Fußballspiel gesehen“, befand Jens Fischer nach der Partie. „Unserer Mannschaft muss ich ein riesen Kompliment aussprechen, weil sie sich nie aufgegeben hat und gegen diesen Gegner nicht auseinander gefallen ist, wie es schon einigen anderen Mannschaften passiert ist. Letztlich zeigen wir 60 Minuten eine sehr starke Teamleistung, die jedoch nicht gegen die individuelle klasse von Nico Empen gereicht hat.“ Der Coach weiter: „Das Spielglück war heute zusätzlich bei RB und somit kann man ihnen nur zum 12. Sieg in Serie gratulieren. Um sie zuschlagen, brauch man einfach den perfekten Tag.“ (msc)






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