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IF Stjernen Flensborg hat das Kreispokal-Viertelfinale bei Schleswig 06 verdient mit 4:2 n.V. gewonnen und steht somit am Dienstag im Halbfinale gegen den TSB Flensburg. Und dennoch schrammte der Landesligist nur hauchdünn an einem selbst verursachten Pokal-Aus vorbei.
Schleswig – Mit stark reduzierten Kader, aufgestockt mit Marcel Englert (in der Startelf) und Neel Schultz aus der zweiten Mannschaft, reiste die Mannschaft von Thomas Ziegenberg an den Schützenredder in Schleswig zum Kreispokal-Viertelfinale der Saison 2020/21.
Die SdU-Mannschaft von der Brahmsstraße erwischte eigentlich einen guten Start, ein Torschuss von Max Waskow nach Hereingabe von Ron Hansen klärte ein 06-Verteidiger auf der Torlinie. Nur drei Minuten später deutete der Verbandsligist durch ein Torschuss von Tim Schmidt an, dass man den Platz im Halbfinale nicht ohne Kampf hergeben wird. Und dann half der Gast auch noch ordentlich mit. Stjernen-Keeper Rico Nommensen verschätzte sich bei einer Flanke und Bennet Hinz traf ins leere Tor.
Stjernen verteilt Geschenke
Nur drei Minuten später verteilte Stjernen das nächste Geschenk, dass von Schleswig 06 dankend angenommen wurde. Die Kommunikation zwischen Niklas Grefe und Nommensen, der weit vor seinem Tor stand, funktionierte nicht, Grefe fabrizierte einen fatalen Fehlpass und Rayk Johannsen zog einfach ab zur 2:0 Führung nach nicht mal 20 Minuten.
In der 27. Minute scheiterte Ron Hansen dann am gut aufgelegten 06-Keeper Jason-David Helbig, der seinen Schuss noch über die Latte lenken konnte.
Bedient ging es mit einem 0:2 Rückstand für die Ziegenberg-Truppe in die Kabine.
Ausgleich in der Nachspielzeit: Stjernen rettet sich in die Verlängerung
Fast dreißig Minuten vergingen in Halbzeit zwei, bis IF Stjernen durch Versuche von Max Waskow und Ron Hansen zu guten Chancen kamen. Von den Gastgebern kam zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel, sie wollten die komfortable Führung ins Ziel retten und für eine faustdicke Pokal-Überraschung sorgen. Fast ging dieses Vorhaben auch auf, denn der Anschlusstreffer für Stjernen fiel erst in der 87. Minute durch einen Nachschuss von Kevin Knitel.
Zu spät? Nein, denn in der Nachspielzeit verursachten die jungen Gastgeber unter Druck nach Kopfball von Max Waskow ein Eigentor. Somit ging es sehr glücklich, aber verdient in die Verlängerung.
„Das es nach 20 Minuten durch einen individuellen Fehler und einen Sonntagsschuss 0:2 stand, war natürlich ärgerlich“, meint Trainer Thomas Ziegenberg. „Es blieb zwar genug Zeit, um zurückzuschlagen, da aber fehlte uns im letzten Drittel die nötige Entschlossen- und Zielstrebigkeit. Bis zum späten Anschlusstor waren wir viel zu harmlos.“
Lüthje wird zu Schleswigs Pokalschreck
In der Zugabe kam dann der große Auftritt von Niklas Lüthje, der in der zweiten Hälfte in die Partie kam. In der 105. Minute drehte er das Spiel zu Gunsten des Landesligisten und brachte Stjernen durch sein Tor zum 3:2 auf die Siegerstraße.
Kurz vor Schluss prüften die sonst harmlosen Schleswiger nochmals Nommensen im Tor. In der Schlussminute war Lüthje dann erneut zur Stelle, der nach einer Ecke von Marvin Treitz zum 4:2 Endstand traf.
„Ein Ruck ging durch die Mannschaft“
„Der Spielverlauf spiegelt den aktuellen Stand unserer Vorbereitung wieder“, sagte IF-Trainer Thomas Ziegenberg nach dem Spiel. „Bisher stand die Fitness im Fokus, spielerisch haben wir noch einige Entwicklungsschritte zu gehen.“
Zufrieden darf Ziegenberg mit der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft sein, die an sich geglaubt hat und das Spiel letztendlich erfolgreich drehen konnte. „Mit dem ersten Treffer ging ein Ruck durch die Mannschaft und wir haben mit besserer Physis noch den verdienten Sieg geholt, was natürlich sehr gut für das Selbstvertrauen ist.“
Halbfinale am Dienstag
Am Dienstag erwartet IF Stjernen Flensborg dann ein ganz anderer Brocken, wenn Oberligist TSB Flensburg im Engelsby-Centret zum Halbfinalspiel zu Gast sein wird.
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