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Wechselhaft wie das typische April-Wetter, beschreibt DGF Flensborg Coach Jens Fischer das Spiel seiner Mannschaft am Sonntag beim SV Blau-Weiß Löwenstedt. „Von Sonne bis Schneeregen war alles dabei.“
Löwenstedt – Die knapp 50 Zuschauer vor Ort wurden also auf eine Geduldsprobe gestellt, denn schönen Fußball bekamen sie nicht wirklich zu sehen. Die beste DGF-Chance gab es bereits in der siebten Spielmute, als Brian Nielsen und Ertunc Güllü eine Doppelchance zur Führung ungenutzt ließen. Auf der anderen Seite landete der Ball dann nach einer Ecke im Tor von Jeffrey Yeboah, dieses wurde aber auf Grund eines Offensiv-Fouls zurückgenommen. Im Fokus stand der DGF-Torhüter, der für den gesperrten Marcel Carstensen übernahm, in der 25. Minute erneut. Bei einem Rückpass riss er sich ohne Fremdeinwirkung unglücklich die Achillessehne und musste vom Platz sofort ins Krankenhaus. In Husum wurde er auch bereits erfolgreich operiert. „Ihm geht’s den Umständen entsprechend gut“, berichtet Jens Fischer. Für Yeboah kam Neuzugang Max Mross ins Tor und feierte somit sein Debüt. Er fand nach der Auflösung des TSV Nord Harrislee bei DGF eine neue Herausforderung.
Auf Grund der vielen Unterbrechungen kam im ersten Durchgang kein Spielfluss zustande. Folgerichtig ging es torlos in die Pause.
Katastrophaler Fehlpass führt zum Gegentreffer
Hier erwischten die Gastgeber von BW Löwenstedt den besseren Start. In der 63. Minute war es wieder ein Eckball, der dieses mal per Schlenzer von Jörn Thormählen ins DGF-Tor befördert wurde – und dieses Mal auch zählte.
Knapp sieben Minuten später verpasste Felix Bülo den Ausgleich, scheiterte aber an BW-Torwart Jorge Petersen. Stattdessen waren es wieder die Gastgeber von Trainer Gunnar Clausen, die zum Torerfolg kamen. Nach einem katastrophalen Fehlpass nach einer DGF-Ecke, wurden die Flensburger zum 2:0 durch Christian Peters ausgekontert. Für Mross gab es nichts zu Halten. In der 85. Minute sollte DGF Flensborg dann doch noch was gelungen. Güllü verwandelte einen direkten Freistoß, bei dem Petersen im Tor nicht gut aussah. „Viel mehr kam von uns nicht“, gab Jens Fischer nach dem Spiel zu. „Wir haben nie richtig ins Spiel gefunden und waren am Ende zu ungenau im letzten Drittel.“
„Der Verlust von Jeff schmerzt am Ende mehr als die Niederlage“
Mehr als die Niederlage beschäftigte das Team allerdings die Verletzung ihres Keepers. „Der Verlust von Jeff schmerzt am Ende natürlich mehr als die Niederlage, die so zur Nebensache wurde.“
Auch in der Tabelle bleibt die Niederlage ohne Folgen. Mit 21 Punkten liegt man hinter dem FC Tarp-Oeversee auf Rang fünf. Am Samstag ist dann der TSV Großsolt-Freienwill im Idraetsparken zu Gast. (msc)
