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DGF Flensborg hat den Sprung zurück an die Spitze verpasst. Im Heimspiel gegen Schleswig 06 kam das Team von André Flieder und Jens Fischer nicht über ein 1:1 Unentschieden hinaus.
Flensburg – Da die SG Nordau am Freitagabend in Schafflund gegen den FC Wiesharde verlor, hätte DGF Flensborg am Samstag die Tabellenführung zurückerobern können, legte aber einen eher enttäuschenden Auftritt gegen Schleswig 06 hin. Zwar waren die Gastgeber spielerisch überlegen, hatten aber gegen eine gut verteidigende Abwehr um Davin Thomsen zu oft das Nachsehen. „Wir haben teilweise klarste Chancen liegenlassen“, gab DGF-Coach André Flieder nach dem Spiel zu, aber auch, dass seine Mannschaft sich weniger Möglichkeiten erarbeiten konnte, als noch in den Spielen zuvor. „Thomsen hat die Kette gut zusammengehalten und uns echt Sorgen bereitet“, lobte der DGF-Trainer den Abwehrspieler von 06.
Bülo mit der Pausenführung
Zudem haderte das Trainergespann mit dem Schiedsrichter der Partie, der in der ersten Halbzeit DGF gleich zwei mögliche Elfmeter nicht gab. „Den ersten muss man vielleicht nicht geben, aber der zweite war ein glasklarer Elfmeter“, so André Flieder, der breite Zustimmung für seine Einschätzung bekam. Dank Felix Bülo konnte DGF Flensborg dann aber doch noch mit einer späten 1:0 Führung in die Pause gehen. Er traf in der Nachspielzeit.
In der zweiten Halbzeit wurde Schleswig 06 besonders durch Konter gefährlich und erarbeitete sich einige Chancen. Hier war es einmal mehr Abwehrchef und Kapitän Julian Nehrenst, der die Angriffsbemühungen der Gäste im Keim erstickte. In der 55. Minute war aber auch er machtlos, als Jeppe Petersen mit einem Volley-Kunstschuss unhaltbar für Max Julian Mross zum Ausgleich traf.
Einwechselspieler blieben blass
DGF Flensborg hatte weiterhin mehr Ballbesitz, wusste aber nicht so recht damit umzugehen. „Wenn wir uns dann über die Außen doch mal durchkombiniert haben, dann war unsere Strafraumbesetzung nicht gut genug“, kritisierte André Flieder, der ebenso die fehlende Impulse durch seine Einwechselspieler vermisste. „Die haben nicht so performt, wie sie es sonst getan haben. Da kam kein neuer Drang ins Spiel. Das muss man auch mal kritisch ansprechen.“
„Wieder eine Chance vergeben“
Die beste DGF-Möglichkeit hatte im zweiten Durchgang noch der eingewechselte Gorm Bock, der aber drei Meter frei vor dem Tor aus dem Gewühl heraus am Tor vorbei schoss. Auch für zwei Kopfbälle war an der Torlatte Schluss. „Du musst dieses Spiel gewinnen, gar keine Frage. Uns hat die Geilheit gefehlt, diesen Sieg unbedingt haben zu wollen“, ärgerte sich der DGF-Trainer auch mit Hinblick auf das Ergebnis aus Schafflund. „Wir haben zwei Punkte liegen lassen. Das tut uns extrem weh. Es ist einfach ärgerlich, dass wir wieder eine Chance vergeben haben noch näher oben heranzurücken bzw. auf die Eins zu kommen.“ So rutscht DGF Flensborg auf den vierten Platz, zwei Punkte hinter dem neuen Tabellenführer TSB Flensburg II. Das Trainerteam erwartet nun eine erneute Trotzreaktion, so wie beim Erfolg beim FC Tarp-Oeversee. Gespielt wird am Samstag bei der SG Nordau. (msc)
