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Der SV Frisia 03 Risum-Lindholm konnte am Freitagabend nicht nur die ersten Punkte in der Landesliga Schleswig bejubeln, sondern auch das prestigeträchtige Nordfriesland-Derby gegen den SV Dörpum für sich entscheiden.
Dörpum – Um die 500 Zuschauer kamen zum Derby nach Dörpum – und dieses hielt was es versprach. Für Frisia-Trainer Uwe Petersen war es ein ganz besonderes Spiel, immerhin ging es gegen seinen Ex-Club mit dem er in der vergangenen Saison auf dem letzten Drücker noch den Klassenerhalt schaffte. Nun steht er bei Oberliga-Absteiger SV Frisia 03 Risum-Lindholm an der Seitenlinie und konnte nach seiner Rückkehr den ersten Triumph feiern. „Das war ein sehr interessantes NF-Derby mit zwei sehr guten Mannschaften an dem Tag, die beide sehr gut performt haben und alles in die Waagschale gelegt haben, um das Spiel vor einer tollen Kulisse zu ihren Gunsten zu entscheiden“, fiel das erste Fazit von Uwe Petersen aus.
Kalisch mit der Pausenführung
Nach verhaltenen Start beider Teams steigerten sich beide Mannschaften. Die ersten guten Chancen hatte dabei der Gast von Frisia, die besten vergaben Finn Kalisch, der den Pfosten traf, und Renz Rapräeger, der freistehend vor dem Torwart scheiterte. Beide sollten es aber im Laufe des Spiels noch besser machen. „Wir waren die bessere und aktivere Mannschaft in den ersten 45 Minuten“, stellte Uwe Petersen klar und so war dann auch die 1:0 Gästeführung durch Finn Kalisch in der 33. Minute folgerichtig. Nach einer schnellen Spieleröffnung von Torwart Lars Christiansen über Jannik Drews kam der Ball zu Finn Kalisch, der dieses Mal erfolgreich abschließen konnte.
„Dörpum hat erst verloren, wenn der Schiedsrichter abpfeift“
Mit der knappen Führung ging es dann auch zurück in die Kabine. 45 weitere spannende Minuten sollten folgen. Zunächst war der SV Frisia 03 Risum-Lindholm weiterhin am Drücker und ließ nach einer schönen Kombination durch alle Mannschaftsteile hindurch schnell das zweite Tor folgen, als Renz Rapräeger den Ball oben rechts ins Tor beförderte. „Wenn man gegen Dörpum spielt und wenn sie auf ihr Tor spielen, dann ist zwar eine 2:0 Führung ganz gut, aber die hat noch gar nichts zu bedeuten“, weiß der ehemalige SVD-Coach. Und so wurden die Gastgeber tatsächlich immer stärker und machten Druck. Besonders die Einwechslung von Momme Petersen belebte die rechte Seite und stellte die Frisia-Abwehr vor große Herausforderungen. „Trotzdem konnten wir noch mal einen Konter setzen, den Enrik Ljaskaj erfolgreich abschließen konnte (76.)“, freut sich Uwe Petersen. „Aber Dörpum hat erst verloren, wenn der Schiedsrichter abpfeift“, weiß der Trainer auch und wusste in diesem Moment wahrscheinlich schon, wie wichtig der Treffer von Ljaskaj noch werden sollte. Doch der Anschlusstreffer von Thies Borchardt (85.) nach einem Freistoß und einer verunglückten Faustabwehr von Christiansen kam dann vermutlich doch etwas zu spät. „Mit allen Leuten sind sie vorne drauf gegangen und haben dann noch verdient ihre Tore gemacht.“ Das zweite gelang Henrik Moellgaard nach einer Flanke von Momme Petersen in der Nachspielzeit. Und tatsächlich sollte sich für den SV Dörpum auch noch die Chance zum Ausgleich durch Kapitän Lars Peretzke ergeben. Allerdings kam weder er noch Frisias Jannik Drews nach einem Konter zu weiteren Treffern. So blieb es beim 3:2 Erfolg für den SV Frisia 03 Risum-Lindholm und den ersten Punkten in der Landesliga-Schleswig. „Ein super Spiel von beiden Mannschaften mit einem verdienten Sieg“, urteilte Uwe Petersen abschließend.
Am Sonntag spielt Frisia dann wieder vor heimischen Fans im Niko-Nissen-Stadion. Gegner ab 14 Uhr ist die SG Eckernförde/Fleckeby, die ebenfalls am Wochenende den ersten Saisonsieg feiern konnte. (msc)
