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Nach dem Rückzug vom TSV Nord Harrislee steht DGF Flensborg wieder ohne Sieg dar. Auch beim Derby gegen den FC Wiesharde sollte es am Ende wieder nicht ganz reichen.
Handewitt – „Wenn man in der 93. Minute den Ausgleich macht, muss man zufrieden mit dem Punkt sein“, sagte Thomas Knuth, Trainer vom FC Wiesharde, nach dem Spiel. „Insbesondere, weil Malek Fakhoury eine Minute vorher das 3:1 vergibt.“ Dennoch war die Punkteteilung nicht ganz unverdient. Das sieht auch DGF-Coach André Flieder so. „Alles in allem ist es schon ein verdientes Unentschieden.“
So hatte der FC Wiesharde in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel gehabt, in der die Abwehrreihen um Leon Padberg den Gästen kaum Torchancen ermöglichten. Selbst blieb man weitestgehend aber auch ungefährlich vor dem Tor von Marcel Carstensen.
Dennoch gab es zehn Minuten in denen sich der Gast aus dem Idrætsparken gute Möglichkeiten erspielte und die Führung schon zwei-dreimal auf dem Fuß hatte. „Wir kamen komischerweise mit der Größe des Platzes nicht klar“, erklärte Flieder, „obwohl wir auch schon einen großen haben.“
Nach einer Ecke hatte DGF dann die beste Möglichkeit: Zunächst köpfte Torge Nissen an die Torlatte und auch der Nachschuss von Henrik Boennen knallte nur gegen die Latte. Ein Foul an Brian Nielsen blieb ungeahndet, „da hätten wir eigentlich einen Elfmeter kriegen müssen.“
FCW mit Ausgleich in der Nachspielzeit
In der zweiten Halbzeit hatten sich die Gäste besser zurecht gefunden und gingen in der 56. Minute dann auch verdient mit 1:0 nach einen Kopfballtreffer von Torge Nissen nach einer Ecke in Führung. In Folge dessen war DGF Flensborg spielbestimmend. „Dann kamen wir in eine Phase, wo wir quasi um den Ausgleich gebettelt haben, wir haben keine zweiten Bälle mehr gewonnen und ein dummes Gegentor kassiert.“ Nach einem langen Ball in den 16er konnte der Ball auf Mactar Tambedou quergelegt werden, der nur noch ins leere Tor einschieben musste.
Der Gegentreffer bewirkte aber auch, dass DGF Flensborg wieder wach wurde und aus ihrer erneuten Überlegenheit das 2:1 erspielten. In der 81. traf Ertunc Güllü per direkten Freistoß. Kurz vor Schluss hätte dann Malek Fakhoury das Spiel entscheiden können, scheiterte aber im 1:1 an FCW-Keeper Nico Simonsen. Im Gegenzug gelang Brian Fischer in der 93. Minute per direkt ausgeführten Freistoß der Ausgleich. „Es ist ärgerlich. Es fühlt sich zu einem so späten Zeitpunkt wieder mal wie eine Niederlage an“, war die Enttäuschung auf DGF-Seite groß.
„Schaffen es nicht die PS auf die Straße zu bringen“
Beim FC Wiesharde freut man sich über den Punktgewinn. Nach sechs Spielen steht man auf Rang 8. „Insgesamt war es eine gute Reaktion auf das schwache Spiel gegen Nordau“, befand Thomas Knuth. Bei DGF ist man schon beim nächsten Gegner. „Gegen Niebüll müssen wir einen neuen Anlauf starten, aber so langsam ist es wirklich eine Kopfsache“, verweist André Flieder auf seinen eigentlich qualitativ guten Kader. „Wir schaffen es halt nicht, die PS auf die Straße zu bringen und so deutliche Führung herauszuspielen, dass wir diese auch über die Zeit bringen können.“ (msc)
