Frisia braucht noch Zeit

„Der erwartet schwere Gegner“: SV Frisia 03 ohne Chance beim TuS Rotenhof

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Der TuS Rotenhof hat gegen den SV Frisia 03 Risum-Lindholm einen perfekten Start in die neue Landesliga-Saison hingelegt. Aber eine Verletzung trübt die Freude.

Rendsburg – Bis Oktober wird seine Mannschaft brauchen, um an Fahrt aufzunehmen und um richtig Wettkampffähig zu sein, vermutete SV Frisia-Coach Uwe Petersen in unserem Saisonstart-Magazin und sollte zum Auftakt mit seiner Einschätzung Recht behalten. „Das zeichnet sich leider auch so ab“, sagte er, nachdem seine Mannschaft gegen den TuS Rotenhof ohne Chance blieb und klar mit 0:4 (0:1) verlor.

In der 28. Minute traf Leon Rathmann nach einer Ecke per Kopf zur Führung der Hausherren. Auf der anderen Seite wurden jegliche Angriffsbemühungen von Frisia durch ein konzentriertes Auftreten der Rendsburger im Keim erstickt. „Einzig Thore Feddersen versuchte da ein bisschen herumzuwirbeln“, sagt Rotenhof-Trainer Hans-Hermann Lausen. „Aber da fehlte es an Unterstützung im gesamten Verbund bei Frisia.“ In dieser Phase, von der 30. bis zur 45. Minuten schlichen sich auch einige Unkonzentriertheiten im Passspiel der Rendsburger ein, blieben aber ohne Konsequenzen. 

Verletzung trübt Freude beim TuS Rotenhof

Kurz nach der Pause erhöhte Kapitän Felix Knuth nach einer Flanke mit einem Flachschuss auf 2:0 (58.). Frisia blieb weiter ungefährlich, auch zwei Freistöße aus aussichtsreicher Position verpufften. „Ich war ein bisschen enttäuscht von Frisia, die keine einzig richtige Torchancen hatten.“ Ein unnötiges rüdes Foulspiel von Eduard Klemmer an Leon Osmani, der aus der A-Jugend vom SC Weiche Flensburg 08 nach Rendsburg zurück wechselte, blieb ungeahndet. Für den jungen Osmani war das Spiel in der 78. Minute durch diese Aktion beendet. „Es wird wohl auf eine Prellung hinauslaufen, aber die Bänder im Knie sind wohl in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das hat das alles ein bisschen getrübt. Nun hoffen wir, dass er diese Woche einen MRT-Termin bekommt.“ 

In der Schlussphase schraubte der TuS Rotenhof das Ergebnis noch in die Höhe. In der 88. Minute staubte Miká Flindt nach einer Ecke zum 3:0 ab und in der Nachspielzeit war es erneut Knuth, der die Rendsburger nach einem Fehler im Spielaufbau jubeln ließ und den Ball ins rechte Toreck versenkte.

„Der erwartet schwere Gegner“

„Das war der erwartet schwere Gegner, der in der Meisterschaft ein großes Wort mitreden wird“, sagte Frisia-Trainer Uwe Petersen nach dem Spiel über den starken Gegner. „Aber es war auch der richtige Test auf Wettkampfmodus für uns, da wir dort nichts zu verlieren hatten. Uns wurden unsere Schwächen aufgezeigt und wir wissen woran wir arbeiten müssen und wo unsere Defizite sind.“ Beide Trainer waren sich einig, dass es ein verdienter Sieg der Rendsburger war. „Auch in der Höhe war das in Ordnung“, gibt Petersen zu, der nun weiter an der Entwicklung seiner Mannschaft schrauben wird. “

Zwar fehlte auf Seiten der Gäste ein Jannik Drews, „der nicht zu ersetzen ist“, sagt „Hermi“ Lausen. „Aber auch bei uns fehlten fünf Spieler, davon vier potentielle für die Startelf.“ So auch Torjäger Moritz Gersteuer. „Das zeigt uns, dass wir einen breiten und qualitativ guten Kader haben und das wegstecken können.“ Lausen weiter: „Das war noch nicht alles was wir können, da ist noch Luft nach oben.“ 

Und darauf hofft der Rotenhof-Trainer am nächsten Wochenende, wenn es zum TSV Rantrum geht. „Das wird ein hartes Stück Arbeit. Da haben wir noch nie Punkte mitnehmen können. Mal schauen, ob uns da was einfällt.“ (msc)






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