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Freud und Leid lagen selten so nah beisammen wie am Samstag im Regen von Flensburg. Nach 0:2 Rückstand schnupperte der SV Frisia 03 Risum-Lindholm beim TSB Flensburg an einem Sieg, verlor aber noch durch einen umjubelten Holtze-Treffer in der Nachspielzeit.
Flensburg – Es waren noch keine 120 Sekunden gespielt, da hatte Nicholas Holtze seine Mannschaft bereits durch einen Freistoßtreffer mit 1:0 in Führung gebracht und für hängende Köpfe beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm gesorgt. Zu diesem Zeitpunkt war nicht davon auszugehen, dass die Zuschauer ein äußerst spannendes Spiel über die komplette Spielzeit zu sehen bekommen würden. Erst recht nicht, als Paul Fröhlich in der 28. Minute das Ergebnis auf 2:0 für die Gastgeber hochschraubte. Trotz der starken ersten 25 Minuten, baute sich der Gegner zunehmend auf und konnte noch vor der Pause durch Eduard Klemmer (40.) den Anschlusstreffer erzielen. „Wir hatten einen schwachen Start ins Spiel, angefangen mit dem frühen Gegentreffer nach einem Freistoß – sehr ärgerlich. Danach hat der TSB großen Druck aufgebaut und auch zurecht 2:0 geführt. Nach dem Anschlusstreffer haben unsere Jungs gemerkt, dass sie selbst auch das Spiel bestimmen können“, zeigte sich Frisia-Coach Leif Johannsen mit der Moral seiner Truppe zufrieden.
Kuevi gelingt der Ausgleich
Nach der Pause durfte Johannsen dann direkt weiterjubeln, als Ruben Roy Kuevi nach Zuspiel von Yago Heider in der 51. Minute der Ausgleich gelang. Jetzt waren es plötzlich die Gäste, die das Kommando übernommen hatten und auf den Siegtreffer drückten und tatsächlich auch nicht unverdient gewesen wäre. Spätestens mit der Einwechslung von Lennart Steiner in der 82. Minute war es dann aber wieder der TSB Flensburg, der Spielbestimmend war und in den letzten Minuten den Sieg wollte. Und tatsächlich: In der 92. Minute war es der Kapitän, der den Ball im Regen von Flensburg irgendwie über die Torlinie drücken konnte und mit seiner Mannschaft jubelte. Endlich wieder ein Sieg. Am Ende aber ein äußerst glücklicher.
„Duseltreffer“: Aufholjagd wurde nicht belohnt
„Sehr schade so am Ende zu verlieren. Besonders nach dieser Aufholjagd“, hätte sich Frisia-Trainer Johannsen ein anderes Ergebnis für seine Jungs gewünscht. „Nach dem 2:2 haben wir sehr gute 20-25 Minuten gespielt mit der Aussicht auf die Führung. Am Ende nach so einem „Duseltreffer“ mit keinen Punkten nach Hause zu fahren ist bitter, aber wir nehmen wichtige Erkenntnisse mit. Die Jungs haben gezeigt was möglich ist, wenn sie selbstbewusst auftreten und an sich glauben.“
„Glücklicher, aber verdienter Sieg“
Auf der anderen Seite freut sich TSB-Trainer Gramoz Kurtaj, dass der Negativlauf in letzter Sekunde beendet werden konnte. „Sehr viel Glück am Ende, aber es war ein ganz verdienter Sieg“, so Kurtaj. „Ich bin froh, dass viele verletzte Spieler wieder mit dabei waren“, zählt der Trainer Kodjo Hermann Amesse, Hendrik Fleige und Lennart Steiner auf, die alle noch im zweiten Durchgang in die Partie kamen. Auch die angeschlagenen Spieler Thomas Erichsen und Tom Schäpler hielten 90 Minuten durch.
„Wir haben viel geredet in der letzten Woche. Die Mannschaft hat eine super Moral gezeigt, ein komplett anderes Gesicht zum letzten Spiel gegen Siebenbäumen, als das Selbstvertrauen weg war. Jetzt kann es nur weiter positiv nach vorne gehen.“ (msc)
